Bildung  

Veranstaltungen

Tonspuren. Audiowalk

Do 27.1.2022, 15:00 Uhr

Ort: Gedenkstätte Breitenau

Schülerinnen und Schüler der 10b am Friedrichsgymnasium Kassel in Kooperation mit der Gedenkstätte Breitenau haben sich im Rahmen eines fachübergreifenden Projektes mit den Biographien jüdischer und religiös Verfolgter intensiv auseinandergesetzt und einen Audiowalk für Jugendliche entwickelt. Der Audiorundgang mit dem Titel „Tonspuren“ führt zu unterschiedlichen Stationen, die mit den Biographien der Verfolgten verbunden sind. Die Route verbindet Personen mit den Erinnerungsorten, z.B.  den Stolperstein für Kurt Finkenstein und der Gedenktafel zu Lili Jahn in der Kasseler Innenstadt sowie den Wehlheider Friedhof mit dem ehemaligen frühen KZ und Arbeitserziehungslager Breitenau, in dem alle ausgewählten Personen zeitweise inhaftiert waren. Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Rahmen des erneuerten pädagogischen Angebots der Gedenkstätte mit den Biographien von Kurt Finkenstein, Ludwig Pappenheim, Katharina Staritz, Wolfgang Schönfeld , Lili Jahn und Konrad Trageser auseinandergesetzt.

Die kleinen Audiobiographien sind über QR Codes an den Orten mit mobilen Endgeräten (Handys, Tablets) abrufbar und bieten sozusagen „Geschichte auf dem Weg“.

Der Audiowalk wird erstmals anlässlich des Holocaustgedenktages am 27.01.2022 zu begehen und zu hören sein und coronabedingt in kleinem Rahmen durchgeführt. Es ist geplant diesen Audioguide über den neuen QR- Code Rundgang auf dem Gelände der Gedenkstätte öffentlich zugänglich zu machen. Dies entspricht dem überarbeiteten pädagogischen Konzept der Gedenkstätte, als historischer Lernort noch stärker der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu sein und partizipative, digitale und zukunftsorientierte Ansätze der Erinnerungskultur umzusetzen.

CREATAFERA 23Languages

Konzert, Videokunst und Lesung gegen das Vergessen. Erinnerung an Theodor Schön

Fr 28.01.2022, 16:00 Uhr

Gedenkstätte Breitenau

Konzeptidee, Kompositionen und Violoncello: Regine Brunke                                                            

Video: Ulf Staeger

Lyrik und Performance: Steffen Moddrow,                                                                                    

Gesang: Jochen Faulhammer, Sprecher: Michael Kaiser

Sampling und Pianoeinspielung: Till Mertens

23Languages ist eine Komposition, ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Kunst und Literatur zur wichtigen demokratischen Erinnerungskultur Deutschlands bzw. Europas. Die Produktion wird mit dem Team CREATAFERA in den nächsten Jahren in verschiedene Live-Formate umgesetzt.

Das Programm am 28.1.2022 in der Gedenkstätte Breitenau umfasst zwei Teile: Im ersten Teil wird die im Original erhaltene Akte des aus Fritzlar-Oberurff stammenden Theodor Schön, der 1941 nach Breitenau deportiert wurde, vorgelesen und durch Live-Kompositionen für Violoncello, Stein-Performance und Bariton ergänzt. Den zweiten Teil bildet ein avantgardistisches Musik-Video. Das Videomaterial wurde 2020 vor Ort im Zellentrakt der Gedenkstätte Breitenau aufgenommen.

Während der Veranstaltung gilt die 2G+ Regel und zusätzlich die Maskenpflicht im Raum. Der Eintritt ist frei, Eintrittsspende wird erbeten. Der Einlass erfolgt direkt ab 15 min. vor Beginn, ca. 15 Plätze können vergeben werden. Vor der Veranstaltung wird eine Kurzführung mit Besichtigung des Zellentraktes angeboten. Beginn: 15 Uhr , 6 Personen können an der Führung teilnehmen.

Es ist eine Voranmeldung erforderlich:  info@gedenkstaette-breitenau.de / 05665 3533

Die Produktion wurde gefördert durch das Ensemblestipendium FEB 2021 des:

   

#Stolen Memory

24.02.-16.03.2022

Platz vor dem Bürgersaal, Dörnhagener Str. 30

Die Wanderausstellung #StolenMemory der Arolsen Archives erzählt anhand persönlicher Gegenstände ehemaliger KZ-Häftlingen deren Lebens- und Verfolgungsgeschichten. Auf jeweils fünf Plakaten werden Gegenstände von Personen gezeigt, deren Familien die Arolsen Archives zur Rückgabe der Effekten bereits gefunden haben und deren Familien wir noch immer suchen, um die gestohlenen Gegenstände zurückgeben zu können. Die Ausstellung bietet zudem Hintergrundinformationen zum historischen Kontext des nationalsozialistischen Lagersystems, zu den Arolsen Archives und bittet die Besucher*innen, die Rückgabe-Kampagne durch eigene Recherchen zu unterstützen. Die Ausstellung wird durch die Maßnahme „Kultur im ländlichen Raum“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

In Kooperation mit: Gemeinde Guxhagen, IGS Guxhagen und Gedenkstätte Breitenau

Was muss ein Ort erzählen? Perspektiven und Herausforderungen der aktuellen Gedenkstättenpädagogik

Podiumsgespräch

Do 30.06.2022, 18:00 Uhr

AStA Kassel, Universitätsplatz 10, 34127 Kassel

Die Gedenkstättenpädagogik blickt auf eine rund vierzigjährige Geschichte zurück. Zeit für eine Bestandsaufnahme und ein Resümee: Was macht die pädagogische Arbeit am historischen Ort aus und wie verändert sie sich aktuell angesichts des zeitlichen Abstands zum Nationalsozialismus, der Digitalisierung und zunehmender Angriffe von rechts auf die Erinnerungskultur? Wie sieht eine zeitgemäße Gedenkstättenpädagogik aus und in welchem Verhältnis steht sie zur historisch-politischen und politischen Bildung? Unter der Leitfrage, „was muss ein Ort erzählen?“ diskutieren:

Prof. Dr. Alfons Kenkmann: Impulssetzung

Dr. Verena Haug (Anne Frank Zentrum), Dr. Akim Jah (Arolsen Archives), Ann-Kathrin Mogge (#Hatebreach, Die Kopiloten)

Moderation: Prof. Dr. Hubertus Büschel (Universität Kassel), Dr. des. Ann Katrin Düben (Gedenkstätte Breitenau)

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Breitenau in Kooperation mit